Das war sie: Die Auszeit 2011

An die 40 jungen Menschen aus ganz Deutschland trafen sich letztes Wochenende auf dem Falken-Zeltplatz im beschaulichen Flörsbachtal um gemeinsam eine Auszeit zu nehmen.

Das Programm des Wochenendes war vielfältig. Es gab in Workshops kritische Auseinandersetzungen mit der Psychiatrie, dem Wirken von Medien, dem Krieg in Afghanistan, Geschlechterbildern in Kinderliteratur und einigem mehr. Großer Beliebtheit erfreute sich ein Stencil-Workshop, wo zahlreiche T-Shirts, Pullover und Stofftaschen mit selbst gemachten Motiven verschönert wurden. Selbst als der „offizielle“ Workshop vorbei war, griffen immer wieder Teilnehmer*innen zu Farben, Schablonen, Pinseln und während tagsüber oft die Köpfe in spannenden Diskussionen rauchten, dampften viele abends in der Sauna des Falken-Hauses oder wärmten sich an den flackernden Flammen des Kamins.

Der Freitagabend gestaltete sich als eher ruhiger Barabend, wohingegen bei der Auszeitmania-Party am Samstag sich Menschen durch die verschiedensten Klangwelten tanzten. Elektronischer Tanzmusik folgten Balkanbeatz mit Electroswing um schließlich bei den harten Klängen von Industrial und einem Schuss Punkrock auszuklingen.

Die anfallenden Arbeiten wie Kochen, Aufräumen, Einkaufen, Nachtwache wurden gemeinschaftlich organisiert und wenn sich spontan Baustellen auftaten, fanden sich immer Menschen, die sich darum kümmerten. Auch die Teilnehmer*innen, welche in die Vorbereitungen der Auszeit eingebunden waren, freuten sich über den stark zugenommenen „Do it yourself“-Charakter des Wochenendes.

In der Feedbackrunde am Sonntag wurde dann Bilanz gezogen. Ein großes Dank ging an die Falken Frankfurt, welche mit dem zur Verfügung stellen des Hauses und vielen Tipps zum Gelingen des Wochenendes beigetragen hatten. Ansonsten gab es Kritik und viele Anregungen für zukünftige Auszeiten. Klar war dabei vor allem eins die Auszeit vom Kapitalismus und dem ganz normalen gesellschaftlichen Wahnsinn kann in Zukunft ruhig länger seien….mit diesem Gedanken und der Hoffnung auf eine Auszeit im nächsten Jahr fuhren die Teilnehmer*innen schließlich nach Hause.

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Wie mache ich ein Workshop!

Ich will ein Workshop. Aber ich kriege das bestimmt nicht hin.
Keine Angst das ist net schwierig. Außerdem hat jede_r so angefangen. Aber damit alles von Anfang an etwas runder läuft.
Anregungen und eine genau Anleitung findest du unter:
Bausteine für Workshops

Hier ein paar kleine Tipps.
1. Überlege dir: was sollen alle wissen, wenn sie den Worskshop verlassen. Versuche darauf hin zu arbeiten.

2. Bleibe immer beim roten Faden. Wenn du erfahrener bist macht es Sinn auch mal ab zu schweifen.

3. Weniger ist mehr. Wähle ein kleines Thema und mache lieber ein paar Pausen. 1:30h sollten für den Anfang mehr als genug sein. Auch Workshops die nur 45min gehen sind okay. Alle 45min eine 5min Pause sind meistens ganz gut (Raucher)

4. Versuche so wenig wie möglich zu erzählen. Workshops leben von der Mitarbeit aller.

5. Kläre die Regeln, die in deinem Workshop gelten am Anfang. Erkläre was ihr machen werdet.

6. Versuche einen Methoden wechsel ein zu bauen. Das heißt zum Beispiel: du fängst an vor zu tragen. Dann gibt es Fragen. Daraufhin lest ein Stück Text.

7. Überlege welches Material du brauchst und schicke uns ne Mail an: 2011auszeit(at)googlemail.com. Dann können wir alles bereitstellen und wissen auch mit wie vielen Workshops wir rechnen können. Du kannst natürlich auch spontan noch einen anbieten.

8. Habe Spaß!!!!

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Auszeit – F.A.Q.

Ich will einen Workshop anbieten. Was muss ich machen?
Zur Planung schicke deinen Workshop am besten mit kurzer Beschreibung an 2011auszeit@googlemail.com, damit wir sie auf der Homepage und im Auszeit-Reader ankündigen können. Die Planer_innen der Auszeit freuen sich über Workshops und können die bei Bedarf auch mit Material (Moderationskoffer, Beamer oder ähnliches) unterstützen. Wenn ihr in euren Workshops Texte lesen wollt, bringt sie am besten mehrfach ausgedruckt mit oder schickt sie uns rechtzeitig zu damit wir sie ausdrucken können. Dann heißt es nur noch: Alles vorbereiten und auf ins Flörsbachtal ;)

Ich kann den TeilnehmerInnenbeitrag nicht bezahlen!
Schreib uns dein Problem und wir suchen gemeinsam nach einer Lösung. Dein Interesse an der Auszeit soll möglichst nicht am Geld scheitern – natürlich müssen wir schauen, dass wir die Auszeit insgesamt finanziert bekommen, aber in Einzelfällen lässt sich über die Höhe des TN-Beitrags immer reden!

Was muss ich mitbringen?
Warmen Schlafsack, Isomatte, Zahnbürste, Unterhose und vor allem: Interesse und gute Laune! Alles, was dich und andere unterhält, ist zudem gern gesehen.*
*…und den TN-Beitrag! ;)

Ich bin unter 16. Kann ich trotzdem zur Auszeit kommen?
Wir bieten hier demnächst einen Zettel zum download an, den deine Eltern unterschreiben müssen. Bitte bringe diesen dann zur Auszeit mit.

Desweiteren der Hinweis: Die Plätze sind begrenzt also schnell anmelden!

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Looking for progressive culture!

Wenn ich nicht dazu tanzen kann, ist es nicht meine Revolution! (frei nach Emma Goldmann)

Neben dem gemeinsamen, sich Bilden soll natürlich auch der Spaß und Kultur auf der Auszeit nicht zu kurz kommen. Wir suchen noch nach Bands, LiedermacherInnen, DJ*anes, die Lust haben musikalisch die Auszeit mitzugestalten. Auch für Kultur jenseits von Instrumenten und lauten Tönen haben wir ein offenes Ohr. Theater, Kleinkunst, Poetry Slam everthing goes!

Lust bekommen? Schreibt uns einfach eine Email an 2011auszeit (at) googlemail.com !

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Anfahrtsbeschreibung

Die Hausbeschreibung mit Adresse findet ihr unter http://www.falken-hessen.de/floersbz.html.

Vom Wächterbacher Bahnhof aus müsst ihr nach rechts Richtung Richtung B276 und an der nächsten Kreuzung dann wieder rechts auf die B276 Richtung Jossgrund/Bad Orb. Dieser Strasse folgt ihr ca 3 km und biegt dann weiter Richtung Jossgrund/Bad Orb nach links ab. Dieser Strasse folgt ihr, durch Bad Orb (wunderbarer Kurort ;o) ca 16 km lang und biegt dann hinter Burgjoß rechts auf die Spessartstrasse und dann in Lohrhaupten rechts abbiegen auf den Mühlweg. 120m weiter dann nach rechts auf die Gartenstrasse und schon seid ihr da.

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Das war die Auszeit 2010

Beinahe 40 [’solid]’s fielen vom 21.-24.Oktober über die anarchistische Kom­mune „Burg Lutter“ in der Nähe von Goslar her, um miteinander in Work­shops zu diskutieren, zusammen zu feiern und den kapitalistischen Lebensrea­litäten für ein Wochenende eine Auszeit zu geben. Während ein prall gefüllter Workshop-Plan, Holz hacken und Essen kochen tagsüber für ausreichend Be­schäftigung sorgten, konnten die Nachtschwärmer unter uns mit „Rosa Rau­schen“ und Musik aus der Konserve bis zum Morgengrauen feiern.

Am Ende dieses Wochenendes, organisiert vom Landesverband Hessen und Niedersachsen, bleiben uns schöne Erinnerungen, neue Bekanntschaften und der Wunsch nach der nächsten Auszeit – bis nächstes Jahr!

und noch ein kleiner Rückblick auf die Auszeit 2009:

Vom 20-22.November trafen sich über 80 linke Jugendliche auf Burg Lutter in Südniedersachsen um sich gemeinsam weiterzubilden, auszutauschen und bei der Auszeit 2009 zu feiern.

Den Auftakt machte am Freitag Abend die Antifaschistische Linke International mit einemVortrag und zur Verknüpfung von Rassismus und Sexismus. Im Anschluss gab es dann noch eine spannende Debatte um den Begriff Kultur und linkes Einwirken in soziale Bewegungen.
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